Während die Meinungsmache von Albrecht Müller mich noch ambivalent zurückgelassen hat, es ist einfach teilweise gar zu links und einseitig (Aussage eines mir bekannten Finanzmenschen zum Abschnitt der Rentenversichungspolemik: "Einige Aussagen stimmen aber die Mehrheit ist schlecht recherchiert und aus diesem Grund ist das Geschriebene weniger Wert als das Papier"), gehört Tom Schimmeck's Werk über Medien, Politik und Meinungsmache eindeutig von jedem mündigen Bürger und in jeder Schulklasse gelesen. Tut mir leid, aber ist so. Es gibt einfach noch zu viele Leute die denken, Propaganda hätten wir zusammen mit dem Dritten Reich "überwunden". Dabei ist es nur perfider geworden. Schon bezeichnend, dass nicht einmal Schimmeck und Albrecht Müller gerne das Wort in den Mund nehmen, sondern lieber von "Meinungsmache" sprechen.
Es wird manchmal kurz angerissen, aber nie wirklich aufbereitet: Einfach mal ganz pragmatisch, wie kann denn eigentlich jemand Geld ins Ausland schaffen, im großen Stil? Macht das ein Manager selbst? Ich glaube kaum. Gerade Millionenbeträge ins Ausland schaffen ist gar nicht so einfach. Der wird doch bestimmt beraten, steuerlich, und dann wird ihm das vorgeschlagen. Und zwar als Komplettpaket.
Jetzt kann es entweder so sein, dass das von einer ausländischen Bank komplett angeleihert wird, oder der gutbezahlte Steuerberater hier in Deutschland hat seine Connections. Allein das wäre interessant. Aber davon mal unabhängig müssen eben auch in Deutschland Strukturen existieren, die das dann praktisch durchführen.
Wo gibt es ne Liste an Steuerberatern, deren Kunden durch Steuerhinterziehung auffällig geworden sind? Wär doch mal was. Vielleicht gibt es da Zusammenhänge?
Wurzel vieler Probleme ist der grundsätzliche Widerspruch zwischen technologischem Fortschritt und Arbeitsplatzerhaltung. Irgendwie sollte es doch positiv sein, durch Technologie Arbeitsplätze einzusparen, aber was momentan hinten rauskommt sind Entlassungen und Mehrarbeit für verbleibende Mitarbeiter.
Continue reading "Was mal diskutiert werden müßte: Widerspruch Technologie <-> Arbeit"
Interessante Aussage von Sascha Lobo gleich zu Anfang der Sendung - er ist erst 2000 ins Netz gegangen, hatte lange vorher ein Handy, sah Internet kritisch. Der Depp könnte mir gestohlen bleiben, wer frühere Bewegungen und Entwicklungen nicht zumindest erklären kann sollte kein Aushängeschild des Netzes sein (er verweist auf die Frage nach der Geschichte des Internets an "Ältere"; tja, hätte er mal meine Facharbeit lesen sollen. Oder ein x-beliebiges Buch dazu). Punkt. Die Germanistin Astrid Herbold hat nichts gecheckt, scheibt aber Bücher dazu (uaaah Netz ist böse wir gehen alle zugrunde). Noch eine ganz gute Figur macht - wie in manch anderem Interview - der "elektrische Reporter" Mario Sixtus, wobei auch er zugibt dass er sich erst (er sagt: schon!) seit 10 Jahren mit der Materie beschäftigt, und seine Sendung finde ich leider unanschaubar. Retten tut die Sendung wie erwartet Peter Kruse. Danke.
Fazit: Es wird viel komisches Zeug gelabert, aber interessant bleibt die Diskussion natürlich trotzdem. Und: Die Diskussionen werden besser, im Vergleich zu 'früher'.
Wichtig: nichtkommerzieller Hintergrund des Internet, Verlinkung als Basiskonzept, freie Information.
"Every word you know has been taught to you one way or another. And thus, every concept and belief you have is a result of this same influence. (...) Consequently, the cultural attributes we maintain as important values, are most often the ones that are reinforced by the external culture. The most dominant cultural attributes maintained are the ones that are reinforced by your environment. If you are born into a society which rewards competition over collaboration, then you most likely will adopt to those values in order to survive."
"Can we see in any media or even university press a paragraph of clear unmasking of a global regime that condemns a third of all children to malnutrition with more food than enough available...? In such a social order, thought becomes indistinguishable from propaganda." (John McMurty, The Cancer State of Capitalism)
"For, as this presentation will explore, the majority of people on this planet not only have no idea how they are being affected negatively by the market economy at large, they actually on average hold a steadfast commitment to its principles based on nothing more than the traditional indoctrination. I got an email once that said to me, "If you're against the free market, you're against freedom". And naturally I shuddered at the state of mind control that the dominant established orthodoxy has successfully imposed. Of course, this is how power is maintained. The trick again is to condition people so thoroughly into the established value systems that any thought of an alternative is inherently rules out without critical examination. And to show how deeply pervasive this phenomenon is, you will notice that virtually all the activist organizations, and the environmental, social and political movements of the day always exclude the market system itself as a determinant of harmful effects. It doesn't even occur to them. Instead, they focus on individuals and certain groups or corrupt corporations, and while, you know, it is needed in a per-case basis to target problematic areas it avoids the mechanism which is essentially creating the problem. This is the fatal flaw of what's happening in the so called activist community today. And, as will be firmly and clearly established over the course of this presentation, the greatest destroyer of ecology, the greatest source of waste and pollution, the greatest purveyor of violence, war, crime, inhumanity, poverty and social distortion, the greatest generator of social and personal neurosis, mental disorders, depression, anxiety, and the greatest source of social paralysis, stopping us from moving into new methodologies for global sustainability and hence progress on this planet is not some government, not some legislation, it's not some rogue corporation or monopoly or cartel, it's not some flaw of human nature, it is in fact the economic system itself, at it's very foundation."
Wer mich kennt weiss: Ich suche immer noch nach einem Weg gegen die Krankheit, Daten auf mehreren Rechnern synchron zu halten. Nachdem Syncplicity jetzt anscheinend ohne Vorwarnung (!) einfach nur noch bestimmte Dateitypen abgleicht, und mir nie ganz wohl damit war dass meine Daten bei denen (bzw. Amazon) liegen, habe ich heute mal mit dem neuen TeamDrive Server gespielt. Noch kann ich nicht viel sagen, aber der erste Eindruck ist schonmal sehr gut.
Kurzzusammenfassung: Man kann auf einem eigenen Server - alternativ auch bei TeamDrive - verschlüsselte so genannte "Spaces" anlegen, und diese mit anderen Nutzern teilen (oder auch nicht). Die Daten werden unter den Teilnehmern abgeglichen, ich glaube man kann als Eigentümer auch individuell Lese/Schreibrechte vergeben. Mir geht es sowieso primär darum meine eigenen Kisten synchron zu halten. Geil (weil selten) ist, dass man keine Adminrechte braucht - die Spaces lassen sich lokal als Ordner einbinden und es gibt 'ne Portable, dh. ich komme auch in der Uni (oder sonstwo) "sicher" an meine Daten. Achja, und Revisionen gibts auch.
Leider müssen die Herren von TeamDrive auch Geld verdienen, deshalb ists nicht kostenlos. Ich konnte mir aber über eine Aktion kürzlich einen Key für einen Personal Server und einen Client geschenkt ergattern und kanns so ausführlich testen.
Somit sieht meine "Low Budget"-Lösung momentan so aus: CrashPlan für Backups (auf anderen Rechnern, bei Freunden und auf dem vServer, die kostenlose Version langt für alle meine Bedürfnisse) und TeamDrive zur Synchronisierung von Daten (testweise). Continue reading "Teamdrive Server, erste Experimente"
Am 13.4. hat es mich gepackt und ich habe mir an einem Tag fünf Bücher von der SLUB (unserer Bibliothek) gewünscht. Noch am selben Tag wurde eins davon bestellt, heute konnte ich es zur Ausleihe abholen. Ein zweites davon ist auch schon bestellt.
Das tolle ist, dass man sich nicht nur Bücher wünschen (alle meine bisherigen "Erwerbungsvorschläge" wurden angenommen), sondern sie sich dann auch noch für die Erstausleihe reservieren kann - kostenlos, im Gegensatz zu einer normalen Reservierung. Continue reading "Mal wieder was von der Bibliothek gewünscht"
Schon etwas her, aber die Deutschlandradio Kultur "Breitband-Online"-Sendung" vom 27.3.2010 ist noch aktuell und rundum hörenswert! (via netzpolitik.org)
Neben mal wieder typisch enttäuschenden Politikeraussagen (siehe Netzpolitik.org-Kommentare) viel Wissenswertes außenrum, zum Beispiel wird Echologic als "urdemokratische Plattform" vorgestellt, die zumindest mir bisher unbekannt war.
I'm really on Paul Carr's side here. I love paper, I come from a book loving family (my mother owns a bookshop), and one of my next purchases will be an eBook reader (eInk!). Am I already too old to consider the 'current development' a good thing?
Dass die Politik hörig ist, sieht man. Dass Banken an sich ja kein schlechtes Konzept sind scheint auch klar. Bleibt wohl nichts anderes übrig als den eigenen Schweinehund (Gier?) zu überwinden und zu wechseln. Es gibt Alternativen.
Continue reading "Unzufrieden mit der Bankenwelt?"
Oooh ich mag meinen Kontostand grad... (sämtliche festangelegte Ersparnisse ausgelöst um sie für die @hackerbus Tour zu verpulvern)Monday, February 6 2012