Monthly Archive: January 2008

Buch #4 – Khaled Hosseini: Drachenläufer

Melancholie. Melancholie, weil das im Buch beschriebene Aufwachsen zumindest in der “westlichen Welt” schon lange der Vergangenheit angehört. Manchmal wünsche ich mir eine solche Kindheit, und gerade im ersten Teil des Buches war es vor allem das, was mich bewegt hat. Traurigkeit. Traurigkeit, weil es eine sehr traurige, gut erzählte Geschichte ist. Wut. Wut darüber, dass ich zu schwach bin. Wieso sollte man sich als Ausländer, als Flüchtling, der aus seiner Heimat vertrieben wurde, in die “westliche Welt” integrieren wollen, in der Werte wie Ehre, Güte, Gemeinschaft und Respekt vor dem Alter nicht existent sind? Kann man glücklich sein, in...

Buch #3 – Tom Robbins: Villa Incognito

Tom Robbins, [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Robbins]ein wilder Kerl[/url]. [quote]Die Bücher von Robbins genießen in weiten Kreisen Kultstatus, sie sind provokativ, über alle Maßen lustig und haben dennoch sehr viel philosophische und geschichtliche/kulturhistorische Substanz.[/quote] Mir wurde schon im letzten Jahr “Völker dieser Welt, relaxt!” von ihm empfohlen, was auch wirklich sehr genial ist. Schon nach den ersten paar Seiten wußte ich, dass es nicht das letzte Buch bleiben wird was ich von ihm lese. Trifft ziemlich genau die Mischung an philosophisch-dreckiger Literatur, die man manchmal lesen sollte und kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielleicht doch nicht so uneingeschränkt, ist schon etwas spezielles… Ich würde sagen...

Buch #2 – Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein

Ich kenne kein Buch, das gleichzeitig mit so vielen unterschiedlichen Covers auf dem Markt ist. Am besten gefällt mir aber die Variante, die ich geschenkt bekommen habe und die ihr auch hier zu sehen bekommt. Gutes Buch, treffend, aber mir ein wenig zu analytisch und dadurch wenig emotional. Das ist Stilmittel, schon klar, außerdem ist es ja kein Roman, sondern eine ironisch-philosophische Abhandlung; trotzdem lese ich wohl einfach “packende” Geschichten lieber. Einfach und schnell zu lesen, ich hatte es nach einer S-Bahn-Fahrt hin und zurück schon beinahe durch. Vielleicht war ich auf den Fahrten auch zu abgelenkt; ich habe mir...

Buch #1 – Als der Döner nach Deutschland kam

Wer mich kennt, der musste sicher beim Lesen des Titels bereits schmunzeln. Ja, ich bin bekennender Döner-Fan! Das hat wohl dann eine mir sehr nahestehende Person dazu bewogen, mir dieses Buch zu schenken… 🙂 “Als der Döner nach Deutschland kam. Rezepte und Anekdoten eines kulinarischen Kulturaustauschs” von Leyla Baser (beziehungsweise die Rezepte von ihrer Mama!), und bereits im Untertitel die Antwort auf die Frage, wie man denn Kochbücher lesen kann. Was gibts dazu zu sagen? Lecker, große Bilder, macht Lust darauf, gleich mal alles zu kochen. Bodenständige türkische “Hausmannskost”, nichts unglaublich Abgefahrenes wofür man 20 Zutaten anschaffen muss die man...

Buch #0.2 – Mitch Albom: Tuesdays With Morrie

Ein wichtiges Buch. Kaufen, lesen, weitergeben. Keine erfundene Geschichte. [quote]”So many of the people who come to visit me are unhappy.” – “Why?” – “Well, for one thing, the culture we have does not make people feel good about themselves. We’re teaching the wrong things. And you have to be strong enough to say if the culture doesn’t work, don’t buy it. Create your own. Most people can’t do it.”[/quote] [quote]”So many people walk around with a meaningless life. They seem half-asleep, even when they’re busy doing things they think are important. This is because they’re chasing the wrong things....

My Favorite Software Development Links

I don’t plan to pollute this blog with too many links, but I cannot resist. A good compromise in my opinion is this: I will regularly update this article if I stumble across interesting reads, but I won’t dedicate single articles to just about every website I find. [url=http://www.paulgraham.com/articles.html]Essays by Paul Graham[/url] All articles are very well written and interesting. Picks: [url=http://www.paulgraham.com/procrastination.html]Good and Bad Procrastination[/url], [url=http://www.paulgraham.com/startupmistakes.html]The 18 Mistakes That Kill Startups[/url] and [url=http://www.paulgraham.com/webstartups.html]The Future of Web Startups[/url]

Buch #0.1 – Woody Allen: Pure Anarchie

In meiner Reihe “50 Bücher für 2008” beginne ich mit einigen Büchern, die leider nicht gewertet werden können. Bei diesem Buch hier bin ich eigentlich ganz froh darüber – es ist einfach zu grottig. Zu Weihnachten bekommen, kurze Zeit später angefangen (deshalb zählt es nicht), dann unmittelbar zur Klolektüre für schlechte Zeiten umfunktioniert – wenn die c’t und die taz also bereits ausgelesen sind und einem nichts anderes übrig bleibt. Neue Klolektüre übrigens (und das ist nicht abwertend gemeint): “Martin Hecht: Deutsche Unsitten”. Ich mag Woody Allen ja. Gerade frühere Filme, aber auch noch “Small Time Crooks” und meinetwegen “The...

Alles, nur nicht weiß – Barack Obama

Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschaftler und Professor an der Merz Akademie in Stuttgart, schreibt in der [url=http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2008/01/26/a0140]taz vom 26./27. Januar[/url] in einem Dossier über den Präsidentschaftskandidaten Barack Obama (Auszug): [quote]Man scheint sich einig, dass der Mann nicht schwarz ist, jedenfalls nicht so schwarz, wie es Jesse Jackson war, als der immer mal wieder Präsident werden wollte. Obama hat nie besonders stark auf eine identitätspolitische Karte gesetzt. Er hat nicht, wie so viele schwarze Bürgermeister und Lokalpolitiker, die Ochsentour durch die einschlägigen afroamerikanischen Organisationen absolviert. Und Obama ist geradezu ausgedacht kosmopolitisch aufgewachsen: Hawaii, Indonesien, Kenia und Harvard werden eher mit seinem Namen verbunden...

Datenschutzkram / Privacy and Surveillance

[i]there is no blame only shame when you beg you just complain the more i come the more i try all police are paranoid so am i so’s the future so are you be a creature what do you say do you do when it all comes down (bush – come down)[/i]

Tools I Can’t Live Without: CopyHandler

The first article in my series about tools I just [i]have[/i] to install right after Windows installation and use daily in my life is about a mostly unknown open source software called [url=http://www.copyhandler.com/]CopyHandler[/url]. Ever since I moved to Windows from DOS and got used to “multi tasking”, the standard Windows copy routine annoyed me. I guess we’ve all grown accustomed to its defects, because I don’t [i]ever[/i] hear people complaining about it. Think again. Can you tell me why I have to live without a simple mechanism to pause/resume whenever I want (surviving shutdown and network loss), why it took...