Zum Jugendmedienschutz

Zum neuen Jugendmedienschutz-Gesetz, man könnte meinen ein verfrühter Aprilscherz: [url=http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/25/zensur-dank-jugendschutz/]nerdcore: Der aktuelle Entwurf zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)[/url] (25.01.2010). Aber es kommt noch besser: [url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lob-und-Tadel-fuer-Plaene-zum-Jugendmedienschutz-912908.html]heise newsticker: Lob und Tadel für Pläne zum Jugendmedienschutz[/url] (25.01.2010)
Den einen, allen voran dem AK Zensur oder auch der 1&1 Internet AG, geht der Entwurf deutlich zu weit, den anderen, wie dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), geht er nicht weit genug. Der VZBV drängt in seiner Stellungnahme entschieden darauf, dass kommerzielle wie private Nutzer ihre Inhalte zwingend mit einer Alterskennzeichnung zu versehen haben, am besten auf der Einstiegsseite eines Angebotes. Man könne auch nicht einfach “eine Würstchenbude aufmachen” ohne sich Gedanken über Verkehrssicherheitspflichten rund herum zu machen, sagte eine Vertreterin des VZBV gegenüber heise online. Das im Entwurf vorgesehene Trennungsgebot für entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte sollte übrigens nicht auf unter 12-Jährige beschränkt sein, sondern sich vielmehr auf unter 18-Jährige erstrecken. Bemängelt wird von den Verbraucherschützern auch die Streichung der Altersgrenze unter 14 zugunsten eines Systems von unter sechs, unter 12, unter 16 und unter 18. Generell bedürfe der Jugendmedienschutz noch viel größerer Aufmerksamkeit, heißt es beim VZBV.
Und schön passend dazu: [url=http://www.sz-online.de/Nachrichten/Panorama/Superstar_-Suche_verstoesst_gegen_Jugendschutz/articleid-2368513]sz-online: „Superstar“-Suche verstößt gegen Jugendschutz[/url] (22.01.2010). Immer noch nicht genug? [url=http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,674166,00.html]Spiegel Online: Bürgerrechtler nennen Copyright-Pakt Gefahr für Meinungsfreiheit[/url] (25.10.2010); es geht um ACTA, nicht zu verwechseln mit dem JMStV!