Zerstörerisches Geld

Zum Lesen und Nachhören: [url=http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1178969/]DLF Essay und Diskurs: Zerstörerisches Geld[/url] (9.5.2010)


[quote]“Tatsächlich beginnt man etwa zur gleichen Zeit, um das Jahr 1975, mit der Einführung der Informationstechnologien, die geradezu eine Explosion der Produktivität ermöglichte. Aber dieser Zuwachs wird den abhängig Beschäftigten vorenthalten. Ihr Verdienst bleibt immer mehr hinter der wirtschaftlichen Entwicklung zurück. Zum Teil wird die Produktivität auch durch Rationalisierungen gesteigert, das heißt, Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Zugleich steigen die Preise, weil die Zinsen und die Spekulation sie hochtreiben. Allein im Preis für Benzin und Diesel stecken zu einem guten Drittel Spekulationsgewinne. Die Mehrheit der Amerikaner muss deshalb ihre Bezüge mit Krediten strecken, während die Finanzindustrie prächtig verdient: Der Produktivitätszuwachs fließt in ihre Taschen, die Kreditzinsen sowieso. Das ist das Absurde an der Diskussion um die Bonuszahlungen für die Banker. Die Politik will sie begrenzen und verkauft das als einschneidende Regulierung des Bankensektors. Das ist reine Kosmetik. Diese Boni sind ja nur ein winziger Prozentsatz der real erwirtschafteten Gewinne der Finanzindustrie. Wenn den Tradern Millionen in die Tasche fließen, dann doch deshalb, weil sie Milliarden verdient haben. Warum verdienen die Banken diese kolossalen Summen? Ganz einfach weil dieses Geld nicht mehr an die Lohnempfänger verteilt wird.”[/quote]