Torservers.net: Why it’s so Important

It’s been a month since I started [url=http://www.torservers.net]torservers.net[/url]. Time to look back.

What about Censorship and Freedom of Speech?

I’d like to begin by explaining the motivation behind Tor. There still seems to be an unfortunate misunderstanding about it, even among people who know what it does technically: encrypt traffic and conceal the origin of a request. I guess this is due to the fact that anonymity and encryption is mostly mentioned in connection to file sharing, and other “gray areas”. In our western civilization, this perspective is comprehensible, because we have the luxury to live in a “free” world: Most of us have the feeling that freedom of speech is a guaranteed right, that we have access to free and independent media and laws that protect our privacy to at least a bearable degree. If you look more closely, this is debatable: To pick a random example, [url=http://www.youtube.com/watch?v=uXsmLMV1CrM]BP’s restrictive information policy is at least questionable[/url].
Whether you feel you don’t have to encrypt our own communication, and don’t really care if web access is logged at the ISP, or not, it should enable you to think about the state of the world, and how we can help those who don’t have these rights. A recent study shows that at least 25% of the global population is affected by governmental censorship ([url=[url=http://woorkup.com/2010/06/27/internet-censorship-report/]Internet Censorship Report 2010[/url]), and it only mentions the most prominent examples. According to CPF, the Committee to Protect Journalism, [url=http://cpj.org/]at least 136 reporters were jailed worldwide in 2009[/url].
As is often the case with media, these facts are transported, but not discussed. What we need is to take the facts, and think about consequences for us. Tor is one of these consequences.

Tor is not for us

Tor isn’t just a simple anonymizer project. With governmental funding, and a lot of personal effort at universities worldwide (and outside of universities), people work on bringing freedom of speech and free media to [i]everyone[/i].

Tor ist nicht für uns

Nun kommt Tor ins Spiel. Tor ist eben kein einfaches Anonymisierungsprojekt nur für “uns”. Mit staatlicher Förderung und vor allem viel persönlichem Engagement wird und wurde an Universitäten (und außerhalb) weltweit daran gearbeitet, [i]allen[/i] Menschen einen zensurfreien, verschlüsselten Netzzugang zu ermöglichen. Und das in seiner vollen Konsequenz: Nicht nur lesend, sondern auch um aktiv teilzunehmen, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Auf der Startseite von Torservers.net zitiere ich [url=http://cpj.org/imprisoned/2009.php]eine Studie des “Commitee to Protect Journalists”[/url], nach der im letzten Jahr 136 Journalisten weltweit im Gefängnis sitzen. Und das sind nur die bekannteren Fälle.
Und, wird Tor genutzt? Und von wem? Die [url=http://metrics.torproject.org/graphs.html]Metriken des Torprojekts[/url] zeigen das sehr eindrucksvoll. Wenn man sich nämlich dort anschaut, wie viele Menschen den umständlichen Weg nutzen, sich Tor per Email zu besorgen – vermutlich weil die Seite des Projekts geblockt wird und somit der normale Downloadweg nicht möglich ist – so sind das knapp 100 täglich (fast 500 im April). Eine weitere Zahl: Über 200 Personen täglich nutzen Bridges, um Zugang zum Tornetz zu erlangen. Ich sage mal weniger technisch: Bridges sind “der umständlich Weg”: Über “geheime” Adressen, die von den jeweiligen Regierungen nicht so einfach in Erfahrung zu bringen und somit zu sperren sind. Zum Beispiel kann man sich einzelne Adressen per Email zuschicken lassen oder unter der Hand weiterverbreiten. Es sollte klar sein: Diese Wege geht man nur, wenn alle normalen und bekannten Zugangswege gesperrt sind. Wenn ich “einfach nur irgendwas Illegales machen möchte”, dann lade ich mir Tor eben normal von der Projektseite herunter und starte es, fertig. Die [url=http://metrics.torproject.org/recurring-users-graphs.html]Zahl der Nutzer nach Ländern[/url] sollten einen endgültig davon überzeugen, wie verdammt wichtig Tor ist.
Die Mitarbeiter von Tor arbeiten ehrenamtlich, und zwar viele viele Stunden, weil sie diese Wichtigkeit erkennen. Schade, dass man in unserer Gesellschaft diese Wichtigkeit nicht transportiert und fördert. Das Thema wird ja sogar, wie oben schon angedeutet, oft mal kurz angerissen. Leider nicht mit der Konsequenz, dass man auch auf Tor eingeht, und wie wichtig es ist. So schwer ist das nämlich nicht zu verstehen und zu transportieren! Die Mitarbeiter des Torprojekts stehen da mit Sicherheit gerne für Interviews und Erklärungen zur Verfügung. Nein, da wird lieber über Krieg nachgedacht, bzw. mit Milliarden finanziert, anstatt den Menschen dort mit Bildung zu helfen sich selbst zu helfen.
Und jetzt kommen wir zum Knackpunkt, und dem Grund für mich, [url=http://www.torservers.net/]Torservers[/url] zu starten: [b]Jeder Nutzer von Tor, egal wie, ist darauf angewiesen, dass andere Leute freiwillig für ihn Torknoten betreiben und so für ihn Daten transportiert.[/b]

Mittlere und Ausgangsknoten

Es zwei Arten von Knoten: Knoten, die nur innerhalb des Tornetzes Verkehr weiterleiten (“middle nodes”), und solche, die auch Verkehr vom und zum Internet welterleiten (sogenannte “exit nodes”). Diese Exitknoten erscheinen dann “dem Internet” als Absender (und Empfänger). Jetzt ist es so: Die Nutzung von Tor bzw. die Bandbreite nimmt stetig zu, die Abzahl an Betreibern von wirkungsvollen Exitknoten leider kaum. Man kann dafür Ärger bekommen, deshalb rät man davon ab, einen Exitknoten zu betreiben, ohne genau zu wissen was man tut (einen Middle Node hingehen kann und sollte jeder betreiben!). Wenn jetzt nämlich auch nur einer der Nutzer deines Exitknotens z.B. Spam verschickt oder eben doch Filesharing betreibt (was dem Torprojekt nur schadet, und auch nicht wirklich gut funktioniert und auch nicht funktionieren soll), dann bekommt der Betreiber des Exitknotens Ärger, weil es eben so aussieht als wäre er der Verursacher. Rechtlich ist die Situation zwar eigentlich klar und man muss dafür nicht haften, aber viele Provider haben auf eine solche Art Kunden einfach keine Lust. Hinzu kommt, dass so ein Knoten bandbreitenintensiv ist und in der Mischkakulation der Provider dann auch nicht gut reinpasst. gerne So kam es in der Vergangenheit durchaus vor, dass einem der Internetzugang gesperrt wird, der Server gekündigt wird, gar von Vertragsstrafen ist man nicht sicher.

Und hier komme ich ins Spiel

Das Torprojekt kann und will rechtlich keine Knoten betreiben. Für die Weiterentwicklung ist eine Spende an das Torprojekt sehr unterstützenswert. Nur ganz pragmatisch muss man eben auch das Problem der Bandbreite lösen. Vor etwas über einem Monat habe ich mich dann auf die Suche nach “torfreundlichen” Anbietern begeben, und einige größere Hoster gefunden, die solche Knoten in ihrem Netz erlauben. Mein Plan war und ist es, Knoten für andere Menschen zu betreiben, beziehungsweise zusammen große Knoten zu betreiben, weil das Preis/Leistungsverhältnis dann einfach mal viel viel besser ist.
Ich will damit vor allem die Menschen erreichen, die ein paar Euro im Monat übrig haben, aber nicht die Zeit oder die technische Expertise haben, eigene Knoten zu betreiben. Die sich auch nicht damit rumschlagen wollen, dass sie doch mal Ärger kriegen. Danke einer Startfinanzierung von zwei Schweden (danke!!) konnte ich kurze Zeit später den wohl [b]zurzeit schnellsten Exitknoten[/b] des gesamten Netzes auf die Beine stellen. Dazu ein Screenshot der unabhängigen Messung von [url=http://torstatus.all.de/]torstatus.all.de[/url] (24.6.2010):
Screenshot Torstatus
Der Server darf 39 Megabytes pro Sekunde pumpen, also mehr als 300MBit/s, je in beide Richtungen (!). Wie man sieht sind wir noch nicht ganz so weit, aber immerhin läuft er inzwischen auf guten 200-250MBit/s!
Screenshot Bandbreite

Und jetzt zu euch

Dieser Server kostet 200 Dollar im Monat. Als Student kann ich zwar viel Zeit in das Projekt investieren, aber beim Geld sieht es etwas bescheiden aus. Ohne Unterstützung von eurer Seite wird das nicht lange so weitergehen können. Ich habe die Hoffnung, dass wir diesen Server dauerhaft finanziert bekommen! Und ein zweiter Effekt kam auch schon zum Tragen: Dadurch, dass ich mich um die Knoten kümmere (Wartung, Mailverkehr, Abuse etc) können mir nämlich Provider, die noch über momentan freie Ressourcen verfügen, Knoten stiften – und einer hat das bereits getan! Dank Richard von [url=http://networkpresence.com.au/]Networkpresence[/url] hat das Tornetz einen weiteren Knoten gewonnen.

Torservers.net

Kurz noch zum aktuellen Stand: Die Spendengelder und Kosten sind öffentlich und man kann sie dort einsehen. Neben dem obligatorischen, aber teuren Paypal biete ich über Moneybookers bis zu Liberty Reserve und Paysafecard auch anonyme Spendenwege. Und das Spenden ist nicht umsonst, ich will für alle “Abonnenten” gerne auch Dienste wie einen VPN-Zugang einrichten. Außerdem haben wir momentan ein 500GB RAID, das man auch irgendwie füllen kann – z.B. verschlüsselt für Onlinebackups ([url=http://www.crashplan.com/]CrashPlan[/url]?).
[b]Momentan betreiben wir drei Knoten[/b]: Der eine ist eine Spende von mir, in Deutschland, mit einer relativ restriktiven Exit Policy ([url=http://anonymizer1.torservers.net/]anonymizer1[/url]), der zweite ist unser dickes Kerlchen in den USA ([url=http://anonymizer2.torservers.net/]anonymizer2/3[/url]), und der dritte von Networkpresence steht in Australien ([url=http://anonymizer4.torservers.net/]anonymizer4[/url]).
Ich habe einen ziemlichen Kampf mit dem Rechenzentrum, Softlayer, hinter mir. Der ist auch noch nicht ganz ausgestanden, aber es sieht es so aus als könnten wir den Knoten dort wirklich weiter betreiben. Ansonsten, oder auch wenn die 200 Dollar monatlich nicht zu halten sind, besorge ich (in Absprache mit euch als Spendern) eine für den entsprechenden Betrag sinnvollere kleinere Kiste.
Bitte helft mit! Bloggt über die Wichtigkeit von Tor, betreibt eigene Knoten, spendet an das Torprojekt! Oder betreibt mit mir zusammen Exitknoten. 🙂 Ihr könnt mir auch helfen, in dem ihr z.B. die Webseitentexte übersetzt, oder mit mir an einem kleinen “Shop” arbeitet – momentan muss man das alles noch manuell machen… Es gibt noch viel zu tun!

http://www.torservers.net/

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